Ein «Ja, aber» zur Wohnüberbauung Weissenau

Die SP Unterseen (SPU) begrüsst die geplante Wohnüberbauung Weissenau grundsätzlich.
Sie verlangt aber noch einige Präzisierungen und Nachbesserungen.

In Unterseen soll nördlich des Spitals auf einem Areal von rund 20 000 Quadratmetern eine
Wohnüberbauung mit etwa 200 Wohnungen entstehen. Für die SPU ist dies ein wichtiger
Beitrag zur Entschärfung des akuten Wohnungsmangels. Die Partei befürwortet in ihrer
Mitwirkungseingabe grundsätzlich die Neufassung der ZPP (Zone mit Planungspflicht)
Weissenaustrasse und unterstützt das zugrunde liegende und aufgelegte Richtprojekt.
Die SPU kritisiert allerdings das Planerlassverfahren. Die ZPP und die UeO
(Überbauungsordnung) können nicht, wie vorgesehen, allein vom Gemeinderat und der
Gemeindeversammlung beschlossen werden. Die Vorlagen müssen gemäss der revidierten
Gemeindeordnung an der Urne entschieden werden.
Zudem ist gemäss SP der Mix zwischen Eigentums- und Mietwohnungen noch
unbefriedigend. Um ein besseres Verhältnis zu erreichen – nämlich von mindestens 3:1 –
fordert die SP ein Gebäude mehr mit Mietwohnungen. Die Bauherrschaft verspricht ein
Airbnb-Verbot, zehn Prozent bezahlbaren Wohnraum in Kostenmiete sowie eine Kita und ein
Bistro. Dies alles müsste nun aber im Rahmen der UeO gesichert und verbindlich geregelt
werden. Die SP teilt die Auffassung des Beurteilungsgremiums, dass auf der
Weissenaustrasse Tempo 30 eingeführt wird und hofft, dass die Gemeindebehörden
rechtzeitig alle dazu erforderlichen Massnahmen ergreifen.
Gemäss Richtprojekt sind unterirdisch 250 Veloabstellplätze vorgesehen. Das sind zu wenig,
denn gemäss kantonaler Bauverordnung sind pro Wohnung mindesten zwei Abstellplätze zu
erstellen. Es müssten also weitere 150 bis 200 Velos oberirdisch und teilweise überdeckt
parkiert werden können.

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